Pavel Boucník

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Disertaèní práce
Kap. 19: Schlussfolgerungen

  
Das Experiment, das auf der Messung der Matrixeigenschaften von sich nur gestaltmässig und infolgedessen durch die Geschwindigkeit des Wärmeabfuhrs unterscheidenden GGG-Gußstücken mit der gleichen chemischen Analyse basiert, wies nach, dass eine zuverlässige Regressfunktion der Geschwindigkeit des Durchgangs der Ultraschallwellen gegenüber die Gefüge-, bzw. mechanischen Eigenschaften des GGG-Gußes nicht gefunden werden kann. Daraus folgt, dass es nicht möglich ist, vor dem Beginn der Ultraschallgeschwindigkeitsmessung festzulegen, welche Härte-, Festigkeits-, Dehnungs- und weitere Werte von Matrixeigenschaften ihr entsprechen sollen. Vor der Einführung dieser Kontrollmethode in die Betriebspraxis sind direkte Messungen von mechanischen und Gefügeeigenschaften an statistisch maßgebender Probezahl durchzuführen, neue Kontrollgrenzen festzusetzen und erst dann dieses Verfahren für zuverlässig und ausreichend beweiskräftig bei der Beurteilung des Zustandes der Gußqualität zu halten. Unabdingbar ist dabei die regelmäßige direkte Kontrolle zur Überprüfung des Trends von Eigenschaften.

Zugleich ist es nicht möglich, die an einem Typ des GGG-Gusses ermittelten Korrelationsbeziehungen auf einen anderen Gußtyp zu übertragen, und dies sogar nicht einmal von einem auf den anderen Bereich im Rahmen eines Gußstücks, weil man unterschiedliche statistische Datenfolgen bekommt. Für ein besonders schwerwiegendes Ergebnis halte ich die Feststellung, dass die gemessenen statistischen Datenfolgen überwiegend nicht der normaler Distribution abstammen, was auf weitere unerfasste Parameter hinweist, die die Messungen auch unter Laborbedingungen beeinflussen.

Es wurde nachgewiesen, dass die in der Oberflächenschicht der Proben ermittelten Werte (Brinellhärte, chemische Zusammensetzung ....) eine größere Streuung aufweisen, denn sie beschreiben bei den Proben, größenorrdnungsgemäß, nur eine millimetertiefe Schicht. Dadurch sind solche Messungen gegen lokale Abweichungen der Eigenschaften empfindlicher. Demgegenüber beinhalten die Messungen über den vollen Querschnitt (Ultraschallgeschwindigkeit) den Beitrag der gesamten Gußwand und neigen folglich weniger zu lokalen Unhomogenitäten.

Die durch Thermoelemente gemessenen Temperaturwerte können nicht immer als richtig und genau die Tatsachen erfassend betrachtet werden. Neben den Fehlern der Thermoelemente und Messanlagen, die vorausgesehen und korrigiert werden können, stellen die größten Probleme die Ungenauigkeiten dar, die bei der Messung durch den Temperaturgradienten entlang des Thermoelements verursacht werden. Die maximale Messgenauigkeit kann dann erreicht werden, wenn es entlang des Thermoelements möglichst niedrigen Temperaturgradienten gibt, d.h. dass es günstig ist, wenn das Ende des Thermoelements wenigstens einige Zentimeter in der Wand des gegossenen Metalls steckt. In der Praxis ist jedoch dieser Grundsatz oft nicht erfüllbar. Das vorgeschlagene Verfahren der Datenkorrektion basiert auf dem Vergleich des gemessenen Temperaturverlaufs und dessen kennzeichnenden Temperaturpunkten mit den Tabellendaten oder mit dem Temperaturverlauf im aus gleicher Legierung gegossenen Gußstück, wo die Forderung auf den limitierten Temperaturgradienten entlang des Thermoelements erfüllt wurde.
Es wurde bewiesen, dass die einzige effektive Art und Weise der Genauigkeitserhöhung bei den rechnerunterstützten Simulationen des Gieß- und Erstarrungsprozesses die Anwendung genauerer thermophysikalischer Daten ist. Ich habe ein Experiment entworfen, das zur Präzisierung von thermophysikalischen Daten für die Simulationszwecke dient - rückläufige Simulation.

Zur praktischen Anwendung habe ich eine in sich geschlossene Datenbasis thermophysikalischer Werte, vorzüglich für das Gusseisen mit Kugelgraphit zusammengestellt, die in die Simulationsberechnungen eingehen und Werte von verschiedenen Autoren verglichen.
Bei der Bewertung und dem gegenseitigen Vergleich thermophysikalischer Parameter muss das gelöste Problem immer berücksichtigt werden, denn der Vergleich der Unterschiede zwischen den Zahlen selbst liefert uns keine klare Vorstellung darüber, welche Bedeutung sie bei der Anwendung in den Berechnungen in Simulationsprogrammen haben. Eine der Vergleichmöglichkeiten dieser Daten ist, eine Berechnung mit Anwendung von Daten mehrerer Legierungen durchzuführen.

Auch der Vergleich von Eingangswerten zur Berechnung des Gußgefüges unter Anwendung der Simulationsprogramme ergibt keine klare Vorstellung über den prozentuellen Unterschied des Gefüges nach der Berechnung. Anwendet man die Daten, die für Legierungen mit der unterschiedlichen chemischen Analyse, wenn auch für eine Werkstoffgruppe - wie hier für die GGG-Qualitäten - ermittelt wurden, bekommt man den Unterschied im Anteil einzelner Komponenten, der sich in der Größenordnung von bis mehrerer Duzend Prozent bewegt. So eine Berechnung ist für die Praxis unbrauchbar. Auch hier müssen möglichst genaue Daten aus den Transformationsdiagrammen benutzt werden. Für diese Zwecke habe ich in die Arbeit die gesamte Databasis von Eingangs-Transformationsdiagrammen für das Gußeisen mit Kugelgraphit und zugehöriger, zur Anwendung in Simulationsprogrammen bestimmter Werte aufgenommen.

Es wurde nachgewiesen, dass die Verbindung der rechnerunterstützten Simulation des Temperaturfeldes mit der Auswertung der Matrix durch die Bildanalyse einen viel komplexeren Blick auf das Gußstück bringen kann. Wie sich zeigte, kann die rechnerunterstützte Simulation die Unterschiede im Temperaturverlauf erfassen, und dies sowohl auf den einzelnen Gußstellen, als auch im Wandquerschnitt. Der Verlauf der Erstarrungskurven stimmte darüber hinaus mit den theoretischen Voraussetzungen der Graphitbildung sehr gut überein, was wiederum sowohl für den Querschnitt durch den Bügelguß, als auch für seine Wand gilt.


                                                                            
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